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Das Ehrenmal für die militärischen und zivilen Opfer beider Weltkriege


  1. Elements PDF vom 6.2.

  1. Ausdrucke 220 Seiten , 110 Seiten Vor- und Rückseite


Kapitel

  1. Vorwort

  2. Einführung Zusammenfassung aus dem Buchinhalt

  3. Umfeld des Ehrenmals : Palais – Schöne Aussicht – Prinzenpalais -

  4. Schöne Aussicht – Kommandobehörden – militärische Einrichtungen

  5. Terrassengarten Schloss Bellevue, Prinz Georg Garten

  6. Professor Sautter

  7. Der Gefallene


    8. Das Ehrenmal vom Baubeginn – 1926, 1928 Einweihungen, 1930er Jahre.

    nach 1945, Einweihung 1954

    Das Ehrenmal 1955- 2000


Das Gesicht des Krieges

Einmarsch durch Belgien , Lüttich, Giftgaseinsatz bei Ypern, Stellungskrieg,

Rückzug


Kriegsgefangenschaft


Die Leiden der Soldaten


Versehrte , Lebendige Kriegsdenkmäler



Kriegsverbrechen – Wehrmacht als Instrument des Nationalismus

ethische und politische Säuberungen

Völkermord


Der totale Krieg


Verdun, Ypern usw.


Stalingrad


Zerstörung in Kassel – Bombenkrieg


Zeitzeugen: heinz schröter – Buch Stalingrad

Vassili Grossmann – Beide Kriegsreporter – Bericht aus dem KZ


Gedenktafeln 92 und mehr


      • drei Ebenen

      • erste Ebene II. Weltkrieg usw. siehe pdf

      • einfügen der Regimenter und Divisionen siehe pdf



Die Soldaten bestimmen die Weltpolitik Revolution und A u S Räte

Die Konterrevolution bis zur Ernennung Adolf Hitlers am 30.Jan. 1933


Abiturienten berichten aus dem Grabenkampf


Die Heimat wurde nicht informiert – Zensur


Volksbund


Erinnerungskultur – Was lernen wir daraus

Wird Weimar wieder aktuell – Thüringen usw


Nachwort




Ausstellung im Sommer ( Absprache mit Dezernentin)



Die Kriegergedächtnisstätte (1919 – 1933)

  • Wiederaufbau 1945 -1960


Am 11. November 1918 wurde die Waffenstillstandsvereinbarungen unterzeichnet. Zwei Millionen Gefallene, acht Millionen Kriegsversehrte und Verwundete erschütterten das Deutsche Volk und auch Kassel.

Am 15. November 1920 genehmigt die Stadtverordnetenversamm-lung den Plan von Dipl. Ing. Otto Vogt, eine Kriegergedächtnisstätte zu errichten.

Prof. Sautter schlug den1720 entstandenen ehemaligen barocken Terrassenanlage, später die alte Gartenanlage Prinz Georgs vor (Schöne Aussicht, unterhalb Schloss Bellevue. Professor Sautter übernahm die künstlerische und Vogt die gesamtbauliche Leitung. Vor der Anlage entstand ein Springbrunnen inmitten eine rundes Platzes mit Bänken, der einen grandiosen Überblick über die Gefallenengedenkstätte gewährleiste. Ein Weg führte zu den Terrassen, deren Wände mit Efeu oder Wein berankt waren. In der Krypta schuf Prof. Sautter die Skulptur „Der Gefallene“, eine jugendliche nackte Figur nur mit einem Tuch halb bedeckt, die einem Jüngling eher ähnelt als an einen Soldaten, zumal keine Waffen und Stahlhelm zu sehen sind. An einem Soldaten ist nur die Haltung als „Hab- Acht-Stellung zu erkennen. Die anti-kriegerische Darstellung führte zu erheblichen Protesten der Soldatenverbände und der rechten politischen Parteien.

Am 9. Mai zum Muttertag weihte der kurhessische Kriegerbund das Denkmal ein, wobei aber nicht die republiktreuen „Reichsbanner“ eingeladen wurden, was dazu führte, dass der Magistrat an der Teilnahme verzichtete.

Am 23. September 1928 erfolgte die offizielle Einweihung durch Oberbürgermeister Stadler und die Enthüllung von Sautter Werk „Der Gefallene“. Beim Betreten der Ehrenhalle muss sich ein erhebender Anblick gezeigt haben. In der Mitte liegt in einem tieferliegenden Grab die Skulptur “Der Gefallene“, an den Wänden die Tafeln der Kurhessischen Regimenter, darunter die Seiten umfassend zeigt sich ein Ring von Fackeln.


1933 – 1945 Verunglimpft in der Presse

Gleich nach der Machtübernahme startete die Kurhessische Landeszeitung eine Kampagne gegen das verhasste Denkmal. Vor allem geriet Hans Sautter, als Direktor der Kunstgewerbeschule abgesetzt, in die Kritik. Sein Nachfolger im Amt des Schulleites, Dr. Georg Blaß, polemisierte gegen Sautters Werk:...es drückt nicht den heldischen Gedanken aus, und wie könnte das auch sein, wenn der Verfertiger Marxist und Pazifist ist und zu einer Clique von Gott sei Dank jetzt endgültig beseitigten „Führern“ der vergangenen unerfreulichen und schmachvollen Epoche gehörte.“ Und schließlich heißt es in einem Leserbrief eines „Pg. Kupfer“ ... „fort mit dem pazifistischen Dreck!“ 1938 ließen die Machthaber den „Gefallenen“ überdecken und die Gruft schließen.

Das Ziel muss sein, diese Gestalt zu ersetzen durch ein Werk, dass die Sprache und den Geist des Raumes aufnimmt und als letztes Ziel als Kern und Seele des Ganzen ihn wieder ausstrahlt, erhöht und geläutert durch den Adel seiner Form. Ein Werk, dass alles auf sich sammelt, was hier in uns geweckt wird: Gedenken, Fühlen, Danken. Einen Mittelpunkt brauch dieser Raum!

In den 1930er Jahren meldete sich auch Karl Kaltwasser zu Wort, der ausführte „Eine Umgestaltung wird kommen, weil das Verlangen nach ihr berechtigt ist. Die Träger des Gedankens der Kriegerehrung waren diejenigen, die dann auch mit geschaffen haben an der völkischen Erneuerung,auf die sie fest hofften, gerade aus dem Erlebnis des großen Krieges heraus, der ja zum ersten Mal nach und vor langen Zeiten der Zersplitterung das geschaffen hatte, dessen wir uns heute freuen: die Einheit des ganzen deutschen Volkes. (Karl Kaltwasser, Auszug aus „Kasseler Post vom 4.12.1933“


1945 – 1957 -

Wiederaufbau der Stadt – Entnazifizierung -

Im Buch „Willi Seidel“ zitierte ich Seidels Aussagen zu den Vorschlägen zum Wiederaufbau Kassels, wo er Wünsche und Vorschläge auf Notizzetteln parat hatte. Prof. Sautters erschien mehrmals, nachdem Seidel Komm. Oberbürgermeister wurde. „Prof. Sautter nervte“ und so störte Seidel, der ihm nachdrücklich zu erkennen gab, dass er ihn nicht brauche. „Dann war ich ihn los.“ So die Aussage Willi Seidels in seinen Tagebuchaufzeichnungen. Es liegt die Vermutung nahe, dass die beiden schon in Weimarer Zeit Konflikte austrugen.

Sautter wurde dann maßgeblicher öffentlicher Kritiker der Wiederaufbaupläne nach NS-Vorgaben. Die breite Öffentlichkeit und Presse, „Berichte „Kassel baut auf“ unterstützte sein vorgehen. Sautter war in der Weimarer Republik ehrenamtliches Mitglied des Magistrats und Gestalter im Siedlungswohnungsbau. Er verfügte also über viele wertvolle Erfahrungen, die er zum Wiederaufbau Kassels einbringen wollte, dazu hatte er immer seine Notizzettel mit vielen Wünschen und Anregungen dabei.

Einweihung am 14.11.1954

Nach Kriegsschäden war auch die Skulptur Sautters verschüttet. Nachdem sie 1951 wieder ausgegraben wurde, konnte das Mahnmal nach Beseitigung der Schäden und kleiner Veränderungen am 14.11.1954 wieder eingeweiht werden. Auch jetzt gab es wieder den Streit um die zentrale Frage: Heldenverehrung oder Trauer um die Opfer. Die Wogen schlugen hoch, als der Deutsche Gewerkschaftsbund am 23.02.1955 am Ehrenmal eine Kundgebung gegen die Wiederbewaffnung plante. Soldatenverbände und konservative Kräfte versuchten mit allen Mitteln die Veranstaltung zu verhindern, vergebens. Wenig später konnten die Soldatenvereinigungen am 15.5.1955 dagegen eine neue Gedenktafel für Angehörige der Falken-Division anbringen und mit einer mächtigen Kundgebung ihre Position zur Politik der Zeit an die Öffentlichkeit bringen. Tafeln für weitere Einheiten, die am Zweiten Weltkrieg teilnahmen folgten: 1956 Traditionsverband der 255. Infanteriedivision, Aufklärungsgruppe F 22 und 1957 der Traditionsverband der 87. Infanterie und der ehemaligen 2. Thüringschen Inf. Rgt. Nr.32 .


Der Gefallene“

In der Ehrenhalle ruht der von Hans Sautter geschaffene “Der Gefallene“ der von den nationalistischen Presse und patriotischen Vereine und Parteien verunglimpft und nach der Machtübernahme durch eine Kampagne gegen das Denkmal und den Künstler Hans Sautter verschärft wurde. Sie plazierten in den Medien das Unwort „Sautterleiche“, die Gestalt eines „Jünglings“, keines Soldaten, der ohne pompöse DARSTELLUNG des Soldatentodes an die todbringenden Folgen kriegerischen Handelns hinweist „und die Skulptur schließt auch nichtmilitärische Opfer mit ein. Seine Arbeit gab der Gedenkstätte den entscheidenden und eindrucksvollsten künstlerischen Impuls“,(Alexander Link) Bei der offiziellen Einweihungsfeier am 23. September 1928: führte Stadler auch aus „ die Botschaft von Sautters Kunstwerk ist, sie sind gestorben im festen Glauben an des Vaterlands Größe und Einheit, aber auch mit einer unsäglichen Sehnsucht nach Frieden im Herzen. Uns erwacht Pflicht und Aufgabe, ihr Vermächtnis wachzuhalten und ihnen Treue und Opfersinn, Brüderlichkeit, Kraft und Können einzusetzen für des Vaterlands Erstarkung und Aufstieg und mitzubauen an den Dämmen, durch die der Sintflut eines neuen Krieges die Stärke menschlicher Verbundenheit entgegengestemmt wird.“

Das war eine Botschaft ganz im Sinne des Künstlers Sautter, die aber Rechtskonservative und Revanchisten nicht zu akzeptierten bereit waren.

Da die Gedenkstätte im II. Weltkrieg durch Bomben stark beschädigt wurde, setzte sich Stadtrat Heinrich Pfennig für den Erhalt und Umgestaltung des Ehrenmals ein. So konnte die Gedächtnisstätte 1954 erneut eingeweiht werden. 1920 formulierte der Antragsteller in der Stadtverordnetenversammlung: „Es handelt sich um eine Anlage,wie sie wohl keine andere Stadt Deutschlands besitzt.“ meinte der SPD-Stadtverordnete Otto Voepel, beim Einbringen des Antrages in der Stadtverordnetenversammlung am 15.11.1920. Der Antrag wurde einstimmig angenommen.


Biografie Prof. Hans Sautter

wurde am 5.5.1877 in München gebornen und starb am 15.12. 1961 in Kassel. Nach dem Studium an der Kunstakademie München war er ab 1906 als Bildhauerlehrer in der Kunstgewerbeschule tätig. 1919 erfolgte die Ernennung zum Professor. 1924 – 1928 war er Stradtrat und leitete das Wohnungsamt in Kassel. Er trug massgeblich mit Anregungen und Plänen zur Stadtentwicklung bei. 1931 wurde er Direktor der Kunstgewerbeschule, bis diese von den Nationalsozialisten in die Staatliche Meisterschule für das Deutsche Handwerk umgewandelt wurde. Damit ging seine Entlassung einher. Bei der Ernennung Sautters sagte Dr. Friedeburg, die Ernennung des Professors falle mit der Absicht des Kulturministers zusammen, die Kunstgewerbeschule umzuformen,“ Sautter: “Die Schule müsse sich der Aufgabe als Werkschule wieder bewusst werden und Handwerk und Technik zur Grundlage eines freien Schaffens machen. Diese Arbeit bilde nicht nur Gehilfen und Meister sie schaffe auch den Staatsbürger, denn Deutschland werde nur von seinen Arbeitenden geformt und gesichert werden.“ Zwei Jahre später verwandelten die Nationalsozialisten sie dann in eine „Staatliche Meisterschule für das deutsche Handwerk.“ Dem bisherigen Direktor Sautter verbaten sie am 5. Mai 1933 das Betreten seiner Schule.

Sautter wurde in der NS-Zeit mehrmals verhaftet und politisch verfolgt. Die Bomben des 22. Oktober 1943 zerstörten das Schulgebäude.

Nach dem Zweiten Weltkrieg war er weiter als Bildhauer in Kassel tätig. Er schuf u.a. Skulpturen.Bedeutsam für Kassel sind seine Gedenkstätten, zum einen die Kurhessische Kriegergedächtnisstätte am Ort des ehemaligen barocken Terrassengartens des Prinz-Georg-Gartens, entstanden 1720, bzw. Ehrenmal in der Karlsaue, dessen künstlerische Gestaltung er leitete und für das er die Skulptur „Der Gefallene“ in der Ruhmeshalle schuf. Heinrich Vogt vom Kurhessischen Kriegerbund übernahm die gesamte bauliche Leitung. Das Ehrenmal ist in vier Ebenen unterteilt, die mit jeweils vier doppelläufigen gewendeten und streng symmetrischen Treppen verbunden sind. Den Abschluss bildete die Ruhmeshalle, ein Umbau des ehemaligen Gartensaals. An den Wänden brachte man Gedenktafeln für die Gefallenen des Ersten Weltkrieges der verschiedenen Regimenter des Ersten Weltkrieges an. Die offizielle Einweihung erfolgte am 23. September 1928 durch Oberbürger-meister Stadler.

durch Meister Hans Sautters ergreifendes Bildwerk des Gefallenen. Unsere toten Brüder, so Stadler weiter, die als deutsche Männer in Vaterlands Pflicht und Opfer ihr Höchstes, ihr Blut gegeben haben, damit Deutschland lebe, sind Mahnung und Vorbild (gewohnte rhetorische Formeln, wie sie auch zu den Vertretern von Traditionsverbänden gern hörten... ) und Stadler „weiter „sie sind verstorben im festen Glauben an des Vaterlandes Größe und Einheit, aber auch nach der unsäglichen Sehnsucht nach Frieden im Herzen. Uns erwacht Pflicht und Aufgabe, ihr Vermächtnis wachzuhalten und ihnen nacheifernd in Treue, Opfersinn und Brüderlichkeit Kraft und Können einzusetzen für des Vaterlandes Erstarkung und Aufstieg, aber auch (ab hier im liberalen Kasseler Tageblatt fett hervorgehoben, A. L.) mitzubauen an den Dämmen, durch die der Sintflut eines neuen Krieges die stärke menschlicher Verbundenheit entgegengestemmt wird.“

Das war eine Botschaft ganz im Sinne des Künstlers Sautter, die aber Rechtskonservative und Revanchisten nicht zu akzeptieren bereit waren.. Anders als die gemeinhin üblichen Kriegerdenkmäler war Sautters Werk nämlich nicht dazu angetan, vaterländisches Heldentum und nationalistische Euphorie zu preisen.


1933 - 1945

Gleich nach der Machtübernahme startete die Kurhessische Landeszeitung eine Kampagne gegen das verhasste Denkmal. Vor allem geriet Hans Sautter, als Direktor der Kunstgewerbeschule abgesetzt, in die Kritik. Sein Nachfolger im Amt des Schulleites, Dr. Georg Blaß, polemisierte gegen Sautters Werk:...es drückt nicht den heldischen Gedanken aus, und wie könnte das auch sein, wenn der Verferrtiger Marxist und Pazifist ist und zu einer Clique von Gott sei Dank jetzt endgültig beseitigten „Führern“ der vergangenen unerfreulichen und schmachvollen Epoche gehörte.“ Und schließlich heißt es in einem Leserbrief eines „Pg. Kupfer“ ... „fort mit dem pazifistischen Dreck!“ 1938 ließen die Machthaber den „Gefallenen“ überdecken und die Gruft schließen.


Im Zweiten Weltkrieg wurde das Denkmal zerstört. Man beschloss den Wiederaufbau und legte die verschüttete Skulptur „Der Gefallene“ frei.

Die Kunstgewerbeschule zog nach Wiederaufnahme des Unterrichts in Ziegenhain, in eine Baracke an der Goetheanlage, 1949 in der Kaserne an der Eugen-Richter-Straße und ging mit dieser in der Gesamthochschule auf. bevor sie als „Werkkunstschulen“ in das neue Gebäude in der Karlsaue zog und sich mit der Akademie für bildende Künste vereinigte Heute ist sie umbenannt als Kunsthochschule und ein teilautonomes Glied der Universität Kassel mit Sitz an der Menzelstraße in der historischen Karlsaue.


1945 – 1957 -

Wiederaufbau der Stadt – Entnazifizierung -

Im Buch „Willi Seidel“ zitierte ich Seidels Aussagen zu den Vorschlägen zum Wiederaufbau Kassels, wo er Wünsche und Vorschläge auf Notizzetteln parat hatte. Prof. Sautters erschien mehrmals, nachdem Seidel Komm. Oberbürgermeister wurde. „Prof. Sautter nervte“ und so störte Seidel, der ihm nachdrücklich zu erkennen gab, dass er ihn nicht brauche. „Dann war ich ihn los.“ So die Aussage Willi Seidels in seinen Tagebuchaufzeichnungen. Es liegt die Vermutung nahe, dass die beiden schon in Weimarer Zeit Konflikte austrugen.

Sautter wurde dann maßgeblicher öffentlicher Kritiker der Wiederaufbaupläne nach NS-Vorgaben. Die breite Öffentlichkeit und Presse, „Berichte „Kassel baut auf“ unterstützte sein vorgehen. Sautter war in der Weimarer Republik ehrenamtliches Mitglied des Magistrats und Gestalter im Siedlungswohnungsbau. Er verfügte also über viele wertvolle Erfahrungen, die er zum Wiederaufbau Kassels einbringen wollte, dazu hatte er immer seine Notizzettel mit vielen Wünschen und Anregungen dabei.

Einweihung am 14.11.1954

Nach Kriegsschäden war auch die Skulptur Sautters verschüttet. Nachdem sie 1951 wieder ausgegraben wurde, konnte das Mahnmal nach Beseitigung der Schäden und kleiner Veränderungen am 14.11.1954 wieder eingeweiht werden. Auch jetzt gab es wieder den Streit um die zentrale Frage: Heldenverehrung oder Trauer um die Opfer. Die Wogen schlugen hoch, als der Deutsche Gewerkschaftsbund am 23.02.1955 am Ehrenmal eine Kundgebung gegen die Wiederbewaffnung plante. Soldatenverbände und konservative Kräfte versuchten mit allen Mitteln die Veranstaltung zu verhindern, vergebens. Wenig später konnten die Soldatenvereinigungen am 15.5.1955 dagegen eine neue Gedenktafel für Angehörige der Falken-Division anbringen und mit einer mächtigen Kundgebung ihre Position zur Politik der Zeit an die Öffentlichkeit bringen. Tafeln für weitere Einheiten, die am Zweiten Weltkrieg teilnahmen folgten: 1956 Traditionsverband der 255. Infanteriedivision, Aufklärungsgruppe F 22 und 1957 der Traditionsverband der 87. Infanterie und der ehemaligen 2. Thüringschen Inf. Rgt. Nr.32 .




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