Willi Seidel  - Erster Kasseler Oberbürgermeister nach dem II. Weltkrieg (1945-1953)

Neuerscheinung - Willi Seidel - Oberbürgermeister des Wiederaufbaus -

Betrachtungen anhand der Tagebuchaufzeichnungen des Oberbürgermeisters Willi Seidel mit Dokumenten und Erklärungen zur Zeitgeschichte

Kaufpreis 34.80 €

erhältlich über ISBN 978- 3-00-056102-3 

Südstadtbuchverlag  Heinz Körner

Beethovenstraße 3, 34121 Kassel

e-Mail: heinz.e.koerner@t-online.de

Tel 0561 493001



ERFAHRUNGEN   -  kritische Überprüfung – Gegenüberstellungem

Den Abstoß für das Buch gab mir Prof. Vilmar – Krause,

der meinte, dass eine detailierte Darstellung des Wiederaufbaus fehlt.


Natürlich kann ich nicht mit wissenschaftlichen Erkenntnissen dienen,

aber es ist ja auch ein Buch eines Hobby-Heimatforschers für seine Mitmenschen gedacht.


Nun zum Buch und Person Willi Seidels



Der Beamte Willi Seidel

In seinen 51 Dienstjahren Lebens- und Berufszeit wirkten auf ihn als politische Kräfte und Einrichtungen die Monarchie, die Weimarer Republik, die Diktatur und die neue Bundesrepublik und gestalteten sie in den Anfangsjahren.


Aus der Kriegsniederlage Deutschlands, das Versagen der Militärführung,

entstand die Weimarer Republik, die sich von Beginn an einer immer stärker werdenden national-volkischen und nationalsozialistischen Bewegung entgegenstellen musste. Nach einer scheinstabile Phase nach der großen Inflation 1922/1923 formierten sich diese Kräfte wieder, die durch die Weltwirtshaftskrise gewillt war die von ihnen verhasste Weimarer Republik abzuschaffen. Der Versailler Vertrag half ihnen dabei.


In dieser Zeit suchte Willi Seidel auch nach neuen Orientierungen

und trat den Orden of Fellows Hassia bei.

Independent Order of Odd Fellows „Hassia“

ist ein international tätiger und philantropischer weltlicher Orden. Der Orden ist konfestionell und politisch neutral. Seine Mitglieder können verschiedenen Religionen angehören und auch aktiv Politik betreiben. Seine Gebote sind, „die Kranken zu besuchen, den Bedrängten zu helfen, die Toten zu bestatten und die Waisen zu erziehen.Das Zeichen des Ordens sind drei Kettenglieder, die den Leitspruch symbolisieren: „Freundschaft, Liebe und Wahrheit“, der die Mitglieder zu wohltätigen Wirken sowie zu humanen und tolerantem Denken und Handeln verpflichtet. Willi Seidel gehörte diesen Orden von 1920 bis 1923 an.


Eine andere Möglichkeit sah er im Beitritt zur Deutch-Nationalen Volkspartei , einer Nachfolgeorganisation der Nationalliberalen aus dem Kaierreich, der er 1925 angehörte und auch deren Stadtverordneter war, 1926 trat wieder austrat, um Stadtverwaltungsdirektor zu werden.

Auch diese Partei wurde von der NSDAP bis zum 5.März 1933 aufgesogen.


Als Leiter des Beamtenseminars und des Haupt- und Personalamtes konnte er seine besonderen Fähigkeiten im Verwaltungsrecht beweisen.


Bitte bedenken Sie:


Reich und Länder vergingen in diesen Jahren, aber die Gemeinde lebte durch ihre Einwohner und ihre Selbstverwaltung, die ihre feste Stütze in ihrem Beamtentum fand.


Aus diesem Herkommen heraus wuchsen Willi Seidel die Kräfte, die ihn überhaupt erst in den Stand versetzen konnten, recht zu wirken und die Umsetzung der Werte zu tragen und mit sich selbst fertig zu werden.


Der Erste Weltkrieg brachte die Wende in einer bis dahin wohlhabenden

Gemeinde. Zusammenbruch, Neuordnung, Inflation, Deflation schufen immer wieder neue Herausforderungen, die es zu meistern galt; die Hitler-Diktatur griff noch die seelischen Bereiche an und schuf bis dahin unbekanne Zustände, die es zu überwinden galt.

Das er als Verwaltungsfachmann 1935 bei der Umsetzung der Eingemeidungen gebraucht wurde und die Wehrwirtschftspolitische Abteilung aufbauen durfte, erfüllte ihn auch mit stolz, denn schließlich war er Nicht PG.


Der Zweite Weltkrieg mit seinen Folgen ließen jede festgefügte Ordnung zum Chaos werden und stellten die Verwaltung und seinen Leiter vor scheinbar unlösbaren Aufgaben. Dass sie in Zusammenarbeit mit Stadtverordnetenversammlung und Magistrat und einer Schar ausgezeichneter Mitarbeiter gemeistert werden konnte, das können wir heute wohin wir auch sehen noch wahrnehmen.


Hier gibt das Buch ausreichend Antwort, jedenfalls aus meiner Sicht eines

Nicht Historikers, sondern einfachen Bürgers der Stadt.


Das ausschlaggebende Kriterium aber das der Pflichterfüllung, der kategorische Imperativ der Pflicht und des Dienens – und damit verbunden Gehorsam im positiven Sinne, ist bei Seidel immer wieder erkennbar.


Wir können gewiß sein, dass der Oberbürgermeister Willi Seidel in den 51 Jahren seiner sehr reichen und erfolgreichen Arbeit für die Stadt Kassel und das Gemeinwohl eine Beglückung empfunden hat und mit innerer Befriedigung auf einen gesegneten Lebens- und Arbeitsweg zurückblicken kann.

So Teile derLaudatio von Bürgermeister Dr. Grenzebach aus Anlass des 50-jährigen Dienstjubiläums am 1. September 1953 gehalten.



Während seiner Zeit als Rentner und ablegen seiner Ehrenämter

  • Vorsitzender des Kreisverbandes des Deutschen Roten Kreuzes,

  • Vorsitzender des Hessischen Waldeckschen Gebirgsvereins, Ortsverein Kassel e.V:

  • Vorsitzender des Jugendherbergsverbandes,Ortsverein Kassel

  • Mitglied des Verwaltungsrates der Hess. Brandversicherugnsanstalt


  • beschäftigte sich Willi Seidel intensiv mit seinen Aufgaben in der Amtszeit. Hierzu verfasste er drei Tagebücher mit den Schwerpunkten

  • Unter amerikanischer Verwaltung“

  • und „Wiederaufbau der Stadt“(1945),

  • seine „Jugend und Familienerlebnisse“ (1964 )

  • und „für meine Kinder und Enkel zur Erinnerung“ (1976) .


  • Zu den einzelnen Tagebuchabschnitten habe ich keine Erklärungen oder Anmerkungen zum Geschehen vorgenommen, da viele historische Einblendungen eingefügt wurden.


Die Zeit zwischen 1945 und 1954, während der Amtszeit des Oberbürgermeisters Willi Seidel, ist so im Zusammenhang dargestellt und verliert sich nicht in Details, sondern führen zu den Höhepunkten des Wiederaufbaus der Währungsreform und der Eröffnung der Bundesgartenschau und der dokumenta im April 1955.


Es folgte der Soziale Wohnungs- und Siedlungsbaus in Kassel.


Zur weiteren Nauaufbau-Entwicklung ist zu bemerken, dass historische Gebäude und Anlagen wichtige Zeugnisse, charakteristische Baukultur aus geschichtlicher früherer Epochen sind und sie tragen zur Individualität und Identität der Stadt und der Wohnquartiere bei und haben deshalb Anspruch auf eine gute Infrastruktur.

Damit steigern wir die Attraktivität und Funktionalität der Stadt

und ihrer der Wohnquartiere.

Dieser Anspruch scheint gelungen.


Der Wiederaufbau bestimmt die Struktur der Innenstadt bis heute mit dem Ständeplatz, Treppenstraße, Pferdemarkt, Entenanger und markante Gebäude (EAM - Hochhaus, AOK - Gebäude u.a.)

Andererseite die stets zerschneidende große Verkehrs- und Verbindungsstraßen, die nicht nur stadträumliche Verknüpfungen sind.


In den Stadtteilen gibt es zahlreiche erhaltene Ortskerne eingemeindeter Ortschaften, die ihren Charakter bis heute erhalten haben. Sie sind im wesentlichen nicht verlorengegangen. Die Merkmals und Besonderheiten, die Charaktere der unterschiedlichen Stadtteile und Wohnquartiere ausmachen, sind verbindliche Grundlagen für jede zukünftige bauliche Entwicklung. (siehe auch Bericht zur Baukultur, Stadt Kassel 2016/2017)


Willi Seidel hatte den Optimismus und die Zuversicht, dass Kassel einmal wieder über 220 000 Einwohner haben wird und zu einem Oberzentrum für Nordhessen- und Südniedersachsen aufsteigen wird. Das heutige Kassel bestätigt seine Aussage 1954 bei der Amtsübergabe an Lauritz Lauritzen.



Juli 1946 Entlastungsschreiben von Willi Wittrock (Personalamtsleiter), Gegner und Verfolgter des NS-Regimes und nach 1933 beruflich benachteiligt:

Demokratische Gesinnung von Willi Wittrock auch während der NS-Zeit bestätigt.

Er war Zurücksetzungen, Anfeindungen und Schwierigkeiten ausgesetzt. Seidel steht heute unbedingt und überzeugt zur demokratischen Staatsauffassung und hat dies durch seinen vollzogenen Eintritt in die SPD bestätigt.


Ein Mensch allein kann das gesamte deutsche Volk nicht ins Elend stürzen!

Es ist die deutsche Geschichte, die hier in einer Person (Hitler) alles erfasst und sichtbar macht. Der Nationalsozialismus wurde zum Erfolgsmodell in den 1930er Jahren und sog alle national und völkischen Vereine und Parteien, die schon vor dem Ersten Weltkrieg sich gegen wachsenen Arbeiterparteien etablierten. Da gab es nicht nur Nationalismus, Militarismus und Fremdenfeind-lichkeit, sondern auch schon ein Programm, dass später im „Mein Kampf“ eingefügt wurde. Die „Gegenrevolution“ hatte zum Kapp-Putsch aufgerufen und die Folgen des Versailler Vertrages, Inflation, politische Morde, destabilisierten die Weimarer Republik.

Die Massenarbeitslosigkeit seit 1929 spülten die Nationalsozialisten nach oben, aber ohne Kapital und Sponsoren aus der Wirtschaft wäre dieser Aufstieg in die Diktatur nicht möglich gewesen.

(Kühnl, „Formen bürgerlicher Herrschaft“)

Die Leiden der Familie Seidel in der nationalsozialistischen Zeit


Freundschaften

Sippenhaftung“

Selbst vor der privaten Sphäre einzelner Menschen machte das national-sozialistische Regime nicht halt. Mutter war 1937, 77jährig, gestorben, Für die Beerdigung ließ meine Frau eines ihrer Kleider aus Ersparnisgründen, dem damaligen Brauch entsprechend, von einer Hausschneidern verändern. Während der Arbeiten stellten die Frauen fest, dass noch ein schwarzes Bändchen die

Ansehnlichkeit des Kleides wesentlich heben könne. Flux machte sich meine Frau auf dem Weg, damit die Schneiderin inzwischen ungestört an dem “großen Werk” weiterarbeiten konnte.


Sie kaufte das wertvoll Stück - wie ich später erfuhr - in dem benachbarten jüdischem Textilgeschäft von Groß, Ecke Kunoldstraße/Wilhelmshöher Allee, Kaufpreis 80 M. Wie sich später herausstellte war meine Frau beim Einkauf von der Leiterin der Kreisfrauenschaft, Frau Se (…), beobachtet worden. Diese als fanatische Nationalsozialistin bekannte Frau hatte nichts eiligeres zu tun, als von diesem unerhörtem Vorgang der Kreisleitung Mitteilung zu machen. Diese teilte selbstverständlich dieses “schreckliche Vergehen” dem Oberbürgermeister mit und forderte Bestrafung des Ehemannes wegen unwürdigen Verhaltens der Ehefrau.


Als mich Lahmeyer wegen der gegen mich erhobenen Beschuldigung vernahm, konnte ich dazu keine Stellung nehmen. Als meine Frau die Richtigkeit des Sachverhalts bestätigte, machte ich Oberbürgermeister Laymeyer (OBM) noch am gleichen Tag von dem Anlass meiner Frau Mitteilung. Als Disziplinarvorgesetzter bestrafte mich OBM Lahmeyer dann mit einem schriftlichen Verweis mit Vollzugsmeldung an die Kreisleitung.

Der “Nationalsozialistischen Ordnung” war genüge geschehen. Die guten kollegialen Beziehungen zwischen OBM Lahmeyer. und mir waren jedoch durch sein Verhalten keineswegs gestört, denn er hatte unter Zwang gehandelt.“


Freundschaften gerieten in Not

Freunde in der Not gehen hundert auf ein Lot. Dieser alte Spruch findet immer wieder von neuem seine Berechtigung. Und so wird es bei der Unzulänglichkeit des Menschen auch immer bleiben, solange das Menschengeschlecht existiert.

(Diese kleine Abschweifung ist notwendig zum Verständnis des in jener Zeit im Rathaus herrschenden Ungeistes). Als junger Mensch, im öffentlichen Dienst stehend, hatte ich auch viele Bekannte und Freunde. Mit zweien von ihnen pflegte ich besonders freundschaftlichen Beziehungen. Mit dem Einen, einen Juden, K. Kän. war ich von frühester Kindheit befreundet. Der stammte aus einer streng gläubigen Familien, den anderen hatte ich als Kollege im städtischen Dienst kennen gelernt. Er zählte zu den sog. “Reinrassischen Ariern” und wurde später auch Mitglied der NSDAP. Im Laufe jahrelanger Zusammenarbeit im Rathaus waren wir gute Freunde geworden. Über den Wert von Freundschaften hatte ich mir bisher eigentlich kaum Gedanken gemacht. In der Nazizeit konnte ich ihre Brüchigkeit und Haltbarkeit sehr bald erkennen. Es war bekannt, dass ich im Rathaus zu den wenigen nicht Parteigenossen gehörte. Berufliche Nachteile waren daher absehbar. Wenn mein alter Kollege und Freund mir gelegentlich im Rathaus begegnete - er leitete ein größeres Amt am anderen Ende des Hauses, so wich er schon von weitem einer Begegnung mit mir aus - wenn er noch konnte, um ja nicht in den Verdacht zu geraten, mit einem nicht Parteigenossen verbunden zu sein. Dies hätte ja seinem beruflichen Fortkommen schaden können.



Anders dagegen verhielt sich mein alter Jugendfreund, der “Nichtarier”, wenn wir uns am Anfang der Nazizeit auf der Straße begegneten, wich auch er vor mir aus - wenn er noch konnte, aber aus einem ganz anderen Beweggrund. Als ich ihn am Lutherplatz einmal darauf ansprach, begründete er sein mir bis dahin unverständliches Verhalten damit, dass er mich nicht des Verdachts aussetzen wollte, als im öffentlichen Dienst stehender Mann freundschaftliche Beziehung mit Juden zu pflegen.

Heinz Körner


Aus dem Buch

Unter amerikanischer Besatzung


2./3.April 1945 : Einmarsch der US-Streitkräfte -CT 318te

Infanteriedivision aus Richtung Süden;

12.35 Uhr erfolgte die Kapitulation am Weinbergbunker, das Ultimatum lief um 12.45 Uhr ab.


    1. : Willi Seidel wurde von den Amerikanern als

kommissarischer Bürgermeister eingesetzt

8..4. Besetzung von Ämtern: Polizeipräsident, Sozialdezernent

usw

    1. : Major Lamson übergibt die Stadtkommandntur am Major

Bard, später Oberstleutnant

    1. : Dr. Hoch Leiter der Provinzialverwaltung;

    1. Erste Sitzung des überparteilichen Ausschusses im

    2. Amtszimmer des OB

19.10: Sitzung des Prüfungsausschusses zur Säuberung des Industrie- und Wirtschaftslebens von nationalsozialistischer Führungs lt § Nr.8.


25. Januar 1946 Erste Sitzung des kommissarischen Magistrats

    1. Beginn der Trümmerschuttbeseitigung

    2. 16.4. Verabschiedung von Oberstleutnant Bard. Es folgten

Major Sola, Swarm, Albrecht.

Mr. Goetcheun seit Umsetzung wurde erster Chef der

Zivilverwaltung der amerikanischen Militär in eine

Zivilverwaltung als Direkt-Offzier.Mr. Vadney.

15.5.: Ausstellung „Kassel baut auf“

    1. Erste Wahl zur Stadtverordnetenversammlung;

    1. Stadtverornetensitzung zur Wah des Oberbürgermeisters und

der besoldeten Stadträte;

    1. Amtseinführung des Oberbürgermeisters Willi Seidel

    1. 1948 Wahl der Stadtverordnegenversammlung

12.7. erfolgte die Wiederwahl Willi Seidels für 6 Jahre.



Besondere Aufgaben und Belastungen

  • Heizungsprobleme, Infrastruktur und Verwaltung war neu aufzubauen

  • Ernährungslage wird immer schlecher

  • Rückführung der DP`s,

  • Demonage eines Teils der Industrie

  • Verteilung von Care-Paketen von Oberstlt Barrd aus USA

  • 22.11. Wirtschaftslage verschlechtert sich zunehmend.


20.Juni Währungsreform

plötzlich war alles zu haben, der Wiederaufbau beschleunigte sich.



Die Amerikaner bestimmen die demokratische Grundordnung, Aufteilung in eine förderative Bundesrepublik und leiteten die


    1. Entnazifizierung ein.

    2. Die amerikanische Besatzungsmacht leitete zur Herbeiführung geordneter

Verhältnisse erste Schritte ein

    1. - Einsetzen eines kommissarischen Oberbürgermeisters,

    2. - Bevölkerung und einschneidende Änderungen persönlicher Art brachte.

    3. - Die endgültige Beseitigung der durch den Krieg hervorgerufenen Schäden

    4. und der Wiederaufbau der Jahrzehnte in Anspruch nahm.

    5. - Aufstellung und Neuordnung der Polizei,

    6. - Wiederaufbau am Beispiel der Stadthalle,

    7. - Leistungen Straßenverkehrsamt und Aufbau der Berufsfeuerwehr.

    8. Die Arbeit im Rathaus bis zur ersten Stadtverordnetenversammlung am 26. Mai 1946

übernahm ein überparteilicher Ausschuss, der über alle wichtigen Angelegenheiten

beratend und beschließend itwirkte. Daneben waren einzelne Kommissionen ins

Leben gerufen, die bestimmte Angelegenheiten zu erledigen hatten.


  • Die Aufgaben der Fremdenpolizei – Pass -, Ausländer- und Meldewesen haben bis auf Einschränkungen durch die Richtlinien der Militärregierung keine wesentlichen Veränderungen erfahren. Es wurden ihnen jedoch durch die Nachkriegszeit bedingt, neue Aufgabengebiete zugewiesen wie Mitwirkung bei der Durchführung des Gesetzes zur Befreiung von Nationalsozialismus und Militarismus vom 5. 3. 1946, die Registrierung und die Weiterleitung der aus der Kriegsgefangenschaft entlassener ehemaliger Wehrmachtsangehörigen sowie die Bearbeitung der Anträge auf Ausstellung von Passierscheinen und Interzonenpässen.


  • Die im Jahre 1946 angeordnete Kennkartenaktion wurde trotz größter Schwierigkeitenreibungslos durchgeführt.

Eines der besonderen Ziele der von der Besatzungsmacht geforderten Reorganisation der deutschen Polizei war die Beschränkung der polizeilichen Verantwortlichkeiten und Aufgaben auf ihr eigenes Gebiet unter Abtrennung aller nicht polizeilichen Funktionen, die nach den gegebenen Weisungen der amerikanischen Militärregierung zum Teil der Selbstverwaltung übertragen

werden mussten. Aus diesem Grunde wurden am 10. 2. 1947 die Preisbehörde, am 1. 4. 1948 das Gewerbebüro und am 1. 2. 1949 die Kraftfahrzeugzulassungsstelle aus dem Aufgabenbereich der Polizei herausgelöst und dem neu gebildeten Gewerbeund Preisamt bzw. dem dem Verkehrs- und Wirtschaftsamt der Stadtverwaltung angegliedert. Dementsprechend sah die Anordnung der Besatzungsmacht neben der Entmilitarisierung und Entnazifizierung der Polizei eine völlig veränderte organisatorische Zusammensetzung und eine nicht unbedeutende Verlagerung der früheren Aufgabengebiete der Polizei vor. Im Zuge der Gewaltenteilung ist auch das Gesetz vom 11. 5. 1946 die Strafbefugnis der Polizeibehörden auf die Gerichte übergegangen, jedoch werden die vorbereitenden zum Erlass der Strafverfügungen vor Abgabe an das Gericht von der Polizeiverwaltung wahrgenommen. Gemäß einem Erlass des Großhessischen Staatsministeriums vom 30. 1. 1946 ist es den Polizeibehörden untersagt, Polizeiverordnungen zu erlassen bzw. Zwangsgeld nach den Bestimmungen des Polizeiverwaltungsgesetzes vom 1. 6. 1931 anzudrohen bzw. festzusetzen.Polizeireviere der Schutzpolizei blieben zunächst unverändert bestehen. Es waren neun Reviere und die Revier-zweigstelle Waldau, von denen aus der Ordnungs- und Sicherheitsdienst wahrgenommen wurde.


Es war dringend erforderlich so schnell wie möglich mit der Errichtung von Schulen,

Altenheime Verwaltungsgebäuden, Kindergärten, Heizkraftwerk, Stadtbrunnen, Schlacht- und Viehhof, Notunterkünfte für Obdachlose und Kirchengebäuden zu beginnen.

Dies sind nur Beispiele aus dem umfassenden Arbeitsgebiet- und Aufgabengebiet

Bauwesen.

Siedlungsstraßen, eine Vielzahl von Brücken, Wasserläufen und der Brückenbau insgesamt wurden bewerkstelligt. Neu waren die Errichtung von Fußgängertunnel in der Innenstadt und ebenso wichtig waren die Sportanlagen, denn der Sport erfreute sich sehr großer Beliebtheit in diesen schwierigen Zeiten nach der Zerstörung der Stadt und dem Leben in Provisorien.



Für die Durchführung der Neuplanung im zerstörten Stadtgebiet wurden die Fluchtlinienpläne Frankfurter Straße zwischen Friedrichsplatz und Friedrichsstraße, für die Fünffensterstraße, die Friedrich-Ebert-Straße zwischen Ständeplatz und Annastraße, die Untere Königsstraße und die Entlastungsstraße fertiggestellt und öffentlich ausgelegt.


In Bearbeitung befinden sich noch die Fluchtlinienpläne Bahnhof Wilhelmshöhe, Grüner Weg/Reuterstraße, Weserstraße, Kurfürstenstraße, Ringstraße vom Ständeplatz bis Lutherplatz, Mauerstraße/Spohrstraße, Holländische Straße zwischen Holländischen Platz und Mombachstraße, Karl-Marx-Platz, Ringstraße von der Königsstraße bis zum Altmarkt. Die Änderungen der

Fluchtlinien der Leipziger Straße und Leimbornstraße sind nach ihrer Offenlegung festgestellt worden.

Die Stadt hat vor 1945 eine Anzahl jüdischer Grundstücke erworben. Bisher sind 19 Rückerstattungsansprüche gestellt worden.

Davon sind 10 aus dem Vorjahr noch nicht zum Abschluss gekommen, zwei konnten durch Vergleich geregelt werden.

In der Berichtzeit wurden im Liegenschaftsamt bisher 3 974 Neueingänge verzeichnet.

Im nächsten Jahr wird insbesondere durch die geplanten Straßen- und Straßenverbreiterungen innerhalb des zerstören Stadtgebietes der Etat beeinflusst werden. Die Kosten für den Grunderwerb und Durchführung der Straßenneubaus werden auf drei Millionen veranschlagt. (weitere Details im Statistischen Jahresbericht der Stadt Kassel von 1949)


Bauberatungsstelle, Herstellen von neuen Planungsunterlagen und Modellen der zerstörten Stadt.

Wettbewerb und Austellung im Naturalienmuseum vom 5. 5. 46 - Juni 1946 und vom 10. - 23. 8. 1947.

Prüfung von 19 000 Anträgen in Bauangelegenheiten. Prüfung von Parzellierungs- und Bebauungsanträgen. Überwachung der Anbringung von Reklame. Überwachung der Grabmalpflege auf allen Friedhöfen. Bei Beendigung der Kriegshandlungen und Abschluss des Waffenstillstandes im Mai 1945 waren die Ämter personell vereint. Es galt vor allem neue Verhandlungsunterlagen an Stadtplänen zu beschaffen, da sämtliches Inventar der Dienstellen bei der Zerstörung des Rathauses vernichtet wurden. Es entstanden Pläne vom Stadtgebiet vor der Zerstörung, fertigte Gipsmodelle vom ehemaligen Stadtgebiet, neue Filme für den Wiederaufbau und einen Gesamtplan vom Stadtgebietes an aus welchem der Zerstörungsgrad eines jeden Gebäudes zu ersehen ist.

Schon zu Beginn des Jahres 1946 wurde ein öffentlicher Wettbewerb zur Erlangung von neuen ländlichen und städtischen Bautypen veranstaltet, dessen Ergebnis in einer Ausstellung im Naturalienmuseum am 5. Mai 1946 zusammen mit den von der Dienststelle angefertigten Plänen für den Wiederaufbau der Stadt öffentlich zur Diskussion gestellt wurde. 20.000 Besucher interessierten sich für die Ausstellung, die bis Mitte Juni geöffnet bleiben musste. Hier wurde die Grundlage zu gemeinsamer Weiterarbeit geschaffen. Am 2. Januar 1947 erfolgte die Ausschreibung zum Wettbewerb zur Erlangung von Ideen zum Wiederaufbau der Stadt. 467 Bewerber nahmen daran teil. Wenn 163 Bewerber ihre Arbeit einem aus anerkannten Fachleuen bestehenden Preisge-richt zur Begutachtung und Zuerkennung eines der im Gesamtwert von 54 000 DM ausgelobten Preises und Ankäufe einreichten, so können die Leistungen nur dann voll gewürdigt werden, wenn die Zeitverhältnisse kurz erwähnt werden.


- Für diesen Wettbewerb mussten über 7000 m² Lichtpaus- und Druckpapier beschafft werden.

- Schon die Anschaffung einige weniger Bleistifte oder Briefumschlages zwingen die Teilnehmer oft zur Inanspruchnahme des Schleichhandels. Briefe mit der Post erforderten zwischen den Zonen bis zu 6 Wochen Laufzeit. Pakete zwischen den einzelnen Zonen wurden zu versenden wurden erschwert und nicht befördert, so dass einzelne Bewerber illegale Zonengrenzgänger für

die Beförderung einsetzen mussten.


Die Ausstellung der Wettbewerbungsarbeiten vom 10. bis 23. August 1947 im Naturalienmuseum war ebenfalls ein Erfolg. Das Amt für Stadtplanung wurde mit der Auswertung des Wettbewerbs und Herstellung der Unterlagen zum Wiederaufbau der Stadt beauftragt. So dass die Bauberatungs-stelle unter Leitung von Oberbaurat Borkowsky wieder alle eingehenden Baugesuche und die

hiermit verbundenen zahlreichen Anfragen aus der Zivilbevölkerung und Architektenschaft, die einzelner Parzellierungspläne, die Vorschläge zur Bebauung einzelner Stadtgebiete, die Anbringung von Reklame und die Grabmalpflege auf allen Friedhöfen bearbeiten und den damit verbundenen starken Publikumsverkehr durchführen kann. Neben den rund 17 000 Baugesuchen mussten

ca. 2000 Anträge zur Beseitigung von Gebäuderesten und der Schuttmassen von den Grundstücken bearbeitet werden.

Aus dem Katalog: „Kassel baut auf.“

K a s s e l

baut auf

Heinz Körner


Das Hochbauamt und die Beseitigung von Kriegsschäden

Das städtische Hochbauamt war nach Besetzung der amerikanischen Truppen ausschließlich mit der laufenden Beseitigung von Kriegsschäden an städtischen Gebäuden durch amerikanische Bombeneinwirkungen beschäftigt. Die amerikanische Militärregierung beschlagnahmte für ihre Zwecke verschiedene öffentliche und städtische Gebäude und notwendiges Inventar. Durch das

Einwirken der Besatzungsmacht sowie dringender Anforderungen kommunaler Behörden wurde das städtische Hochbauamt in den Anfangszeiten der Besatzung vor schwierigen Aufgaben gestellt:

1. die Belange und Befehle der Militärregierung in bautechnischer Hinsicht zur Unterbringung von

Besatzungspersonal in städtischen und staatlichen Gebäuden zu befolgen und durchzuführen.

2. die dringensten kommunalen Bedürfnisse durch Instandsetzung von Krankenhäusern, Schulen,

des Rathauses, des städtischen Schlachthofs zu befriedigen und zu erfüllen.


Die nachfolgenden Jahre brachten durch teilweisen Abzug von US-Truppen, Verminderung des Besatzungspersonals und Verpflegung der DP`s sowie durch Rückgabe der beschlagnahmten Gebäude durch die Militärregierung eine fortschreitende Entlastung

auf diesem Gebiet. Die jetzt zur Verfügung stehenden MIttel und Arbeitskräfte konnten für die eigentlichen Aufgaben des Wiederaufbaus und Instandsetzung der städtischen Gebäude verwendet werden. Bis zur Währungsreform erfolgte die Baulenkung, Verteilung von Baustoffen und Zuteilung von Arbeitskräften, durch das

Amt für Wiederaufbau.

Die Einteilung des Stadtgebietes in einzelne Bezirke wurde auch vom Hochbauamt beibehalten, ebenso für jeden Bezirk einen Bauleiter einzusetzen. Gewaltig sind die Schäden zu bezeichnen, die in den landwirtschaftlichen und gärtnerischen Nutzungsflächen des Stadtgebietes durch die Kriegsereignisse verursacht worden sind. Eine statistische Erfassung ergab, das etwa 3 000 Bombentrichter, 300 Flakstellungen, 100 Fundamente von Baracken und 50 Splitterschutzgräben nach Kriegsende vorhanden waren.


Beseitigung von Bombentrichtern für die Verbesserung der Ernährungslage der Kasseler

Mit Räummaschinen und einer großen Zahl von Arbeitskräften wurden die Arbeiten aufgenommen und möglichst alle Stadtteile gleichermaßen erfasst, um sie über den Fortschritt der Wiederherstellung der Anbauflächen teilhaben zu lassen. Jeder einzelne Bombentrichter, jede Flakstellung, jeder Deckungsgraben wurde planmäßig erfasst und in den Stadtplan eingetragen.

Das Kleingartenamt

hat neben der Beseitigung von 1025 Bombentrichtern in den Kleingärten bisher weitere 1265 Bombentrichter in Landwirtschaft und Gartenvereinen sowie 100 Flakstellungen und 30 schwere Betonfundamente von früheren Ausländerbaraken und Deckungsgräben beseitigt hat. Der größte Bombentrichter verzeichnete ein Fassungsvermögen von 1008 m³. Pro Trichter ist ein

Fassungsvermögen von 111 m³ ermittelt worden. Das ergibt insgesamt die gewaltige Arbeitsleistung von 140.500 m³ Bodenbewegung ohne die Kleingärten. In der Zeit von 1945 bis 1948 sind insgesamt 110 ha Anbauflächen wiederhergestellt worden. Was das für die Ernährungswirtschaft

Kasels bedeutet zeigt folgende Übersicht: Zu erwirtschaften waren 400 Zentner Kartoffeln, 40 Zentner Körnerfrüchten und 100 Zentner Gemüsesorten.



April: Bundespräsident Prof. Dr. Theodor Heuss eröffnet die Bundesgartenschau in der Karlsaue.


11. Mai: Einweihung des neuen Schlosshotels Wilhelmshöhe.

13. Mai: Baubeginn im Auefeld für eine große Siedlung mit 272 Eigenheimen und 432 Mietwohnungen.

14. Mai: Das EAM-Hochhaus am Scheidemannplatz ist fertiggestellt.

  1. Juli: Eröffnung der ersten internationalen Kunstausstellung "documenta", die erstmals seit langem einen Überblick über die Kunst des 20. Jahrhunderts ermöglicht.


Rede zur Buchvorstellung am 16.August 2017

Der Beamte Willi Seidel

In seinen 51 Dienstjahren Lebens- und Berufszeit wirkten auf ihn als politische Kräfte und Einrichtungen die Monarchie, die Weimarer Republik, die Diktatur und die neue Bundesrepublik und gestalteten sie. Reich und Länder vergingen in diesen Jahren, aber die Gemeinde lebte durch

ihre Einwohner und ihre Selbstverwaltung, die ihre feste Stütze in ihrem Beamtentum fand.

Aus diesem Herkommen heraus wuchsen Willi Seidel die Kräfte, die ihn überhaupt erst in den Stand versetzen konnten, recht zu wirken und die Umsetzung der Werte zu ertragen und mit sich selbst fertig zu werden. Der Erste Weltkrieg brachte die Wende in einer bis dahin wohlhabenden

Gemeinde. Zusammenbruch, Neuordnung, Inflation, Deflation schufen immer wieder neue Herausforderungen, die es zu meistern galt; die Hitler-Diktatur griff noch die seelischen Bereiche an und schuf bis dahin unbekanne Zustände, die es zu überwinden galt.


Der Zweite Weltkrieg mit seinen Folgen ließen jede festgefügte Ordnung zum Chaos werden und stellten die Verwaltung und seinen Leiter vor scheinbar unlösbaren Aufgaben. Dass sie in Zusammenarbeit mit Stadtverordnetenversammlung und Magistrat und einer Schar ausgezeichneter

Mitarbeiter gemeistert werden konnte, das können wir heute wohin wir auch sehen noch wahrnehmen.


Das ausschlaggebende Kriterium aber das der Pflichterfüllung, der kategorische Imperativ der Pflicht und des Dienens – und damit verbunden Gehorsam im positiven Sinne. Wir können gewiß sein, dass der Oberbürgermeister Willi Seidel in den 51 Jahren seiner sehr reichen und erfolgreichen Arbeit für die Stadt Kassel und das Gemeinwohl eine Beglückung empfunden habe und mit

innerer Befriedigung auf einen gesegneten Lebens- und Arbeitsweg zurückblicken kann.


Laudatio von Bürgermeister Dr. Grenzebach aus Anlass des 50-jährigen

Dienstjubiläums am 1. September 1953 gehalten.



Die Zeit zwischen 1945 und 1954, während der Amtszeit des Oberbürgermeisters Willi Seidel, ist so im Zusammenhang dargestellt und verliert sich nicht in Details, sondern führt zum Höhepunkt des Wiederaufbaus der Eröffnung der Bundesgartenschau und der Wiederaufbaumaßnahmen der Kasseler Baugenossenschaften und des Sozialen Wohnungs- und Siedlungsbaus in Kassel. Zur weiteren Entwicklung ist zu bemerken, dass historische Gebäude und Anlagen sind sowie wichtige Zeugnisse, charakteristische Baukultur aus geschichtlicher früherer Epochen und tragen zur Individualität und Identität der Stadt und der Wohnquartiere sowie Anspruch auf eine gute Infrastruktur bei. Damit steigern wir die Attraktivität und Funktionalität der Stadt

und ihrer der Wohnquartiere.


Der Wiederaufbau bestimmt die Struktur der Innenstadt bis heute mit dem Ständeplatz, Treppenstraße, Pferdemarkt, Entenanger und markante Gebäude (EAM - Hochhaus, AOK - Gebäude u.a.) eine jüngere Identitätsschicht. Andere stets zerschneidende große Verkehrs- und Verbindungsstraßen sind stadträumliche Verknüpfungen.


In den Stadtteilen gibt es zahlreiche erhaltene Ortskerne eingemeindeter Ortschaften, die ihren Charakter bis heute erhalten haben.

Die Merkmale und Besonderheiten, die Charaktere der unterschiedlichen Stadtteile und Wohnquartiere aus machen, sind verbindliche Grundlagen für jede zukünftige bauliche Entwicklung. (siehe auch Bericht zur Baukultur, Stadt Kassel 2016/2017)


DieZeit nach seinem Ausscheiden aus dem Amt


Während seiner Zeit als Rentner beschäftigte sich Willi Seidel intensiv mit seinen Aufgaben in der Amtszeit. Hierzu verfasste erdrei Tagebücher mit den Schwerpunkten „Unter amerikanischer Verwaltung“ und „Wiederaufbau der Stadt“(1945), seine „Jugend und Familienerlebnisse“ (1964 ) und „für meine Kinder und Enkel zur Erinnerung“ (1976) . Zu den einzelnen Tagebuchabschnitten

habe ich keine Erklärungen oder Anmerkungen zum Geschehen vorgenommen, da viele historische Einblendungen eingefügt wurden.

Heinz Körner,  Rede zur Buchvorstellung am 16. August 2017


Buchkapitel u.a.
1.Verwaltung  im Kaiserreich
   (1903 bis 1918)

2. 1918:  Im  Auftrag des OB KOCH, Beobachter und Protokollführer
               bei den Sitzungen des Arbeiter-und Soldatenrats;
               bei Beschlüssen feststellen, ob diese mit dem Verwaltungsrecht 
               kollidieren.
3. Leiter des Seminars für Verwaltungsrecht

4. Demokratie in der Verwaltung unter Philipp Scheidemann (1919-1925) und 
    Hans Herbert Stadler (1925-1933);
    Stadler musste 1933 sein Amt auf drängen Freislers aufgeben.
5. Gewaltanwendung bei der Machtübernahme 24. März 1933 und Absetzung
    Stadlers, der noch für vier Jahre gewählt war , der dann eine neue Tätigkeit und wurde zum  Verbandsvorsteher beim Sparkassen-und Giroverband Hessen-Nassau  ernannt. Er 1943 starb in Berlin während einer Tagung. Auf dem Kirchditmolder mit Ehrengrab beigesetzt.

6. Erfahrung bei Wechsel der OB von Stadler zu Lahmeyer, den er schon als
Bürgermeister ab 1929 und als Stadtverordneter ab 1925 kannte.
7. Weltwirtschaftskrise und Firmenzusammenbrüche 1932, wo die Lokomotivenfabrik  Henschel & Sohn während der Weltwirtschaftskrise für vier Monate die gesamte riesige Firma stilllegen musste.
8. Aufstieg des Nationalsozialismus mit ideologischer Unterstützung des überwiegend konservativ denkenden Bürgertums, wo auch der  Antisemitismus, schon vor 1914 tiefe Wurzeln dort hatte.
9. Alldeutscher Verband seit 1895, Heinrich Claß 1912 („Wenn ich der Kaiser wär…“ und HUGENBERG
waren Vorsitzende, Hugenberg bestimmt die Medienlandschaft.
10. Bei der Machtübernahme  stand Gauleiter Freisler im Rathausfoyer und beauftragte die SA Nicht PGs aus ihren Dienstzimmern zuholen. Die aufgerufenen wurden über die Rathaustreppe zur Oberen Karlstraße geprügelt, viele mussten ins Krankenhaus, es gab ein Todesfall.

Seidel wurde mit Hilfe vom Leiter des Untersuchungsamtes Laumann unerkannt aus dem Rathaus geschmuggelt. Laumann kannte ihn als Stadtverordneter 1929.
11. Dienstliche Herabwürdigung vom Ltr. Personalamt zum auswärtigen Versicherungsamt.
12. Abmahnung/Verweis weil seine Frau bei Juden kaufte. (1937)

13.   Als sich die Situation um 1935 beruhigte und sicher auch Seidel auf mehrmaliges drängen von Lahmeyer einen NSDAP Aufnahmeantrag gestellt mit der Zuversicht, dass dieser wegen seiner Logenmitgliedschaft bis 1923 abgelehnt würde, so geschah es vier Tage später auch;  wurde Seidel als Mitarbeiter Lahmeyers, offiziell zuständig für die  Eingemeindungen. Als am 27.Mai 1936 Lahmeyer etwas aufgeregt zu ihm kam, weil von Berlin die Anweisung kam, dass die  Eingemeindungen zum 1.6.1936 durchzuführen seinen, konnte ihn Seidel beruhigen und sagen, dass alles unterschriftsreif in seiner Schublade (Seidels) liege und er nur unterschreiben habe.

14. Seidel war seit 1936 Leiter der Wehrwirtschaftspolitischen Abteilung und stellte mit dem späteres Amtsleiter ZUFALL und zwei weiblichen Mitarbeiterinnen ein Amt zusammen, das wertvoller generalstabsmäßige
Ausarbeitungen für den Katastrophenfall zusammen stellte.
(Auf diese Mitarbeiter konnte er auch als OB m April 1945 nicht verzichten)

Details:
Prof. Sautter hat sich wohl zu sehr aufgedrängt. Wer will schon einen Mitarbeiter einstellen, der alles besser weiß?

A) Seidel war nie Mitglied der  NSDAP. Für den Stadtkommandaten gab es keinen Zweifel. Und es war für Seidel wichtig, wenn er die Vorgaben der Amerikaner erfüllen wollte,  dann nur mit den Leuten die er kannte und leistungsmäßig einzuschätzen imstande war.
B) Dazu gehörten die Mitarbeiter der Wehrwirtschaftpolitischen Abteilung, Baurat Heinecke und Kämmerer Vosshage.

C) Die Amerikaner hatten auch keine Alternative gesehen. Sie wollten nur schnelle Erfolge beim Wiederaufbau sehen.


D) Auch  bei der Trümmerbeseitigung wurden die Maßnahmen mit den
      Amerikanern und den SPD Stadträten abgesprochen.

Volksgemeinschaftsdenken (gab es schon lange in Deutchland) ,  mangelnde Sensibilität, Überlebende des Holocaust zum Arbeitseinsatz, geprägt von NS-Opferbereitschaft - NEIN,  sondern aus der Anlage und Durchführung im Katastrophenfall.
Frage: Wieso hat Seidel keine kritische Haltung zur Vergangenheit?
            Warum sollte er Scham empfinden?
            Auch für Seidel galt der tägliche Kampf ums Überleben.
Gab es tatsächlich bei  Seidel nationalsozialistisches Denken ?
Wenn dann eher geprägt durch Militarismus und Nationalismus bis zu seinem 35.Lebensjahr. Er hat demokratisches Denken unter KOCH und SCHEIDEMANN  und Stadler gelernt
Aber antidemokratisch oder nationalsozialistisch keineswegs, siehe Elternhaus.

Wenn nationalsozialistische Vergangenheiten, dann kann  nur die Verwaltungsarbeit im Rathaus gemeint sein. Wo Verwaltungshandeln im Führersystem einbezogen war und der NS-Kontrolle unterlag.

Ob der Druck der NS-Kreisleitung auf die Arbeit  des OB  Lahmeyers für ihn
zur Belastung wurde und deshalb er den Kriegsdienst vorzog?
Auszüge aus „Erinnerungen“

Ministerpräsident Zinn sagt zu Bundespräsident Heuss am 1.Mai 1953:
„Hier vor Ihnen sitzt mein Lehrmeister, wo ich als junger Anwärter in der städtischen Verwaltung OBM Seidel als damaligen Leiter des Beamtenseminars in die ersten Geheimnisse einer großstädtischen Verwaltung eingeführt wurde.”
Seidel: “Ja, ja, Herr Bundespräsident, Sie haben jetzt erfahren, was aus einem Schüler von mir werden kann.”

Willi Seidel trat 1903 in den Dienst der Stadtverwaltung und wurde 1914 Magistratssekretär,
Und diente unter Oberbürgermeistern Koch (1913-1919) als Stadtdirektor
Seidel: “und berief mich nach Besprechung mit dem Ratsvorsitzenden Grezeszinski, mich als Protokollführer bei den Sitzungen des Arbeiter- und Soldatenrates 1918/1920; einzusetzen. Meine Aufgabe warf es dafür zu sorgen, dass die zu fassenden Beschlüsse nicht mit den Interessen der städtischen Verwaltung kollidierten.” Die Arbeit während der Weimarer Republik waren prägend für den jungen Stadtdirektor. Er sagte über OB Koch: “Er war Demokrat, aber widerspechen gab es bei ihm nicht. Seine Anordnungen waren Befehl, insofern war er ein Diktator!”
Mit Scheidemann (1919- 1925) hatte er auch einen Disput, als es um die freie Meinungsäußerung ging. Er wollte nicht, dass Beamte ihre Meinung in der Presse kundtaten. Bürgermeister Brunner schlichtete zugunsten Seidels.
Das war dann kein Thema mehr zwischen ihnen.
1920 Leitung des Personalamtes - 1933
1927 Stadtverwaltungsdirektor, einen höchsten Dienstgrad erreicht.
Es folgten OB Stadler (1925-1933) und
unter OB Lahmeyer – 1933- 1945 -
1. Zu den NS Vergangenheiten und Belastungen
Freundschaft oder zumindest freundschaftliche Beziehungen kamen auch im NS- geführten Rathaus mit anderen Sachgebietsleitern zustande. Schließlich arbeitete Seidel seit 1903 im Rathaus.

Ein früherer Freund verließ den Flur im Rathaus, um ihn nicht zu begrüßen, es hätte ja der Karriere schaden können, wenn man einen Nicht PG begrüßt.
Anders dagegen verhielt sich mein alter Jugendfreund, der “Nichtarier”, wenn wir uns am Anfang der Nazizeit auf der Straße begegneten, wich auch er vor mir aus - , er begründete sein Verhalten damit, dass er mir nicht schaden wolle, als öffentlichen Dienst stehender Mann, freundschaftliche Beziehung mit Juden zu pflegen.
Und wieder zur natioalsozialistischen Belastung:
Kauf bei Juden -
Frau Seidel kaufte in einem jüdischen Geschäft ein und Willi Seidel wurde promt angezeigt und bekam vom OBM Lahmeyer einem schriftlichen Verweis mit Vollzugsmeldung an die Kreisleitung der NSDAP.

Und
Prof. Sautter nervte NS Belastungen
Prof. Sautter stand nachdem er erfuhr, das ich zum OBM eingesetzt wurde, jeden Morgen vor meinem Amtzimmer und gab mir eine Stunde lag gute Ratschläge und versuchte mich zu mentorisieren. Schließlich gab ich ihn zu versehen, dass ich nicht den morgen soviel Zeit hätte, ihn zu empfangen - danach war ich ihn los.
So kam er als Mitarbeiter nicht in frage!
März 1945:
Das wird auch deutlich, als er 1945 in Bad Wildungen eine Lungenentzündung auskurierte - die Bomber nach Kassel flogen und dort wieder ihr tödliche Last abwarfen - nicht mehr im Krankenhaus bleiben wolle und nach Kassel fuhr.
Die - so notierte er - “die gepeinigte Stadt - hat im Krieg soviel Unbill erlebt… und nicht genug - er hat sie beinah ausgerottet.
Der Nachholbedarf zur Beseitigung der Kriegsschäden und Trümmer war ungeheuerlich.” Hier hat er die Bevölkerung mit in die Verantwortung genommen. An der Schippaktion hat er selbst teilgenommen!
So beschloss er - als von amerikanischer Seite keine Hilfe oder Freilassung von Kriegsgefangenen zu erwarten war - zur Selbsthilfe.
Und jeder Bürger der Stadt mussten für eine Woche verpflichten und zur Beseitigung der Trümmer einsetzt werden, wenn sie dazu in der Lage waren.
Alle Maßnahmen und Anordnungen wurden mit den Dezernenten abgesprochen. Die eigentlichen Machthaber, die Amerikaner, bestanden darauf so schnell wie möglich Erfolge im Wiederaufbau zu sehen.
Seidel schrieb:” Für die folgenden zwei Jahre war ich allein für das Schicksal meiner Vaterstadt verantwortlich: zunächst
die Wiederherstellung der Ordnung in der eigentlichen städtischen
           Verwaltung;
- Wiederherstellung der Ruhe und Sicherheit der Bevölkerung;
- später eine zielbewusste städtebauliche Planung und der sich hier
  anschließenden    - Wiederaufbau der Stadt.
„Es hat sich gezeigt, dass der Glaube an die Wiedergeburt der zerstörten Stadt zu Leistungen befähigen kann, die zuvor unmöglich schienen. Das gesteckte Ziel, für die nach uns kommenden eine gute und ausbaufähige Grundlage im Wiederaufbau unserer Stadt zu schaffen, ist von mir und von meinen Mitarbeitern, gleich an welcher Stelle, erreicht worden.”
So ging es jetzt vorwärts.
Um das Ziel eines zügigen Wiederaufbaus zu erreichen wollte Seidel nicht auf die früheren Stadträte verzichten
Stadtbaurat Heinecke - zus. Sachbearbeiter Finanzen,
W. Wittrock Personal und Organisation Angelegenheiten (Voßhage) und Bürgermeister Weißmann als Finanzdezernat.
Seidel verließ sich auf die Mitarbeiter, die er aus seine Arbeit im Rathaus kannte und ihre Qualitäten genau kannte.
Dazu gehörte Willi Zufall und seine Mitarbeiter aus der Wehrwirtschaftspolitischen Abteilung, die er seit 1935 kannte. Willi Zufall und Heinecke, so schreibt er, waren typisch für die preußische und beamtenmäßiger Pflichterfüllung.

ER Schreibt;:” Keiner der nächsten Mitarbeiter hat mich enttäuscht, alle auch die Bevölkerung haben alle ihr Bestes gegeben.. Ohne ihre vorbildliche Dienstbereitschaft wäre es nicht möglich gewesen, bereits Anfang des Jahres 1946 der allergrößten Not der Bevölkerung zu lindern.

Und das alle Wiederaufbaumaßnahmen einschließlich der ersten Bundesgartenschau und documenta mit seinem Namen verbunden sind. Davon profitieren wir noch heute.

1935 - Die neue Abteilung der Stadt: Die wehrwirtschaftspolitischen Abteilung der Verwaltung der Stadt Kassel
Hier ist umfangreich die Aufgabe geschildert, inwieweit die Kriegsgefangenlager oder die Arisierung von Wohnraum – wie die Historiker anführen oder beweisen - gehörten ist nicht erwähnt. Dies war sicher eine untergeordnete Aufgabe oder eine Zuarbeit für den OB als Referent.

Im Jahr  1937 übernahm ich auch die Organisation der Einrichtung der Wehrwirtschaftspolitischen Abteilung der Stadt Kassel.  Sie hatte die Aufgabe im Fall eines Krieges, den grundlegenden Rahmen zur Begegnung eintretender Notstände im Katastrophenfall zu schaffen.
1. Zurückstellung  von Beamten und Angesellen usw. in unentbehrlichen Stellen vom Einritt in den Heeresdienst;
2. Heranziehung von Personen aufgrund der sogen.  Notdienstverordnung zu Arbeiten im
öffentlichen Interesse:
3. Schaffung einer im Notfall sofort einsatzfähigen Organisation bei Einführung der Zwangswirtschaft für Lebensmittel und sonstigen Gegenständen des täglichen Bedarfs.;
4. Angelegenheiten des Luftschutzes u. ä.-

In erster Linie gehörte zur Aufgabe der Abteilung eine jeder Anforderung der Allgemeinheit gerecht werdende Bewirtschaftung alles lebenswichtigen Güter, vor allem Lebensmittel, sicherzustellen. Weiter sollte bei Katastrophen jeder Art, etwa eintretende Obdachlosigkeit zur Unterbringung der betroffenen Bewohner Vorsorge getroffen werden. Die Abteilung hatte noch andere Aufgaben wahrzunehmen:
- Umstellung der städtischen Verwaltung von der Friedenswirtschaft auf eine für den Katastrophenfall ausgerichtete Wirtschaftsgebärung.
Inzwischen hatte sich die allgemein politische Lage in Bezug  auf die Verhältnisse in der städtischen Verwaltung  insoweit gebessert, dass meinem OBM nichts anderes einfiel, als den Aufbau der neuen Abteilung mir anzuvertrauen.
Es handelt sich bei der Lösung der Aufgabe für meine Mitarbeiter und ich um völliges Neuland. Die Abteilung bestand im Ganzen aus sechs Personen (vier männliche und zwei weibliche). Die Art der Vorbereitungsarbeiten,
Wie überhaupt die gesamte Tätigkeit stand unter dem Schutz “Geheime Reichssache”. ausgerechnet mir als “Nicht PG”  übertrug man neben dem OB als einziger Beamter der städtischen Verwaltung mit der Bearbeitung  von “Geheimen Reichssachen” diese delikate Aufgabe. Dies war aber auch nur möglich, da ich mich des Vertrauens von Lahmeyer erfreute. Das lag zweifellos an dem besonderen Vertrauensverhältnis zwischen OB Lahmeyer und mir. (Zum Eintritt in die NSDAP hat man mich im Laufe der Zeit mehrmals aufgefordert. Ich konnte mich jedoch unter Hinweis auf meine frühere Logenzugehörigkeit - Odd fellow- diesem Verlangen entziehen. Odd Fellows: Der Oden ist konfessionell und politisch neutral, ein humanitärer und philanthropischer, weltlicher Orden. Seine Mitglieder können auch verschiedenen Religionen angehören und auch aktiv Politik betreiben. Ethische Gebote: die Kranken zu besuchen, den Bedrängten zu helfen, die Toten zu bestatten und die Waisen zu erziehen. Das Zeichen des Ordens sind drei Kettenglieder. Sie  symbolisieren den Leitspruch “Freundschaft, Liebe und Wahrheit”, der die Mitglieder zu wohltätigen Wirken sowie zu humanen  und tolerantem Denken und Handeln verpflichtet.)

 In mühevolle Kleinarbeit entwickelten wir einen umfassenden Plan, der sich später bei Ausbruch des Krieges in der Praxis bewährte. Leider kann auf Einzelheiten nicht eingegangen werden. Jedoch nur dies:
Zur Durchführung einer gleichmäßigen Verteilung aller zum Leben erforderlichen Güter durch den üblichen Handel in der Stadt ohne Wissen der Bevölkerung und der unmittelbar durch Beschlagnahme von Räumen, Erfassung städtischen Personals und Materials waren  etwa 120 Kartenausgabestellen -theoretisch - also auf dem Papier eingerichtet.
Als Ende August 1939 der Krieg ausbrach, konnte das Ernährungs- und Wirtschaftsamt mit seinen vielen Außenstellen noch am selben Tag in Gang gesetzt werden, sodass die gesamte Umstellung von der freien Wirtschaft auf die Zwangsbewirtschaftung reibungslos und ohne Verzögerung vor sich ging.

Sie waren,  wie sich bei Eintritt des Krieges innerhalb 24 Stunden bis zum
“Blei-Befehl” eingerichtet und voll funktionsfähig. Weiterhin sorgten 10 Großküchen in den Kasseler Vororten an den wichtigen Ausfallstraßen der Stadt für zusätzliche Verpflegung nach den mehr als 30 Luftangriffen auf Kassel für die Bevölkerung.
Bei der Planung hat uns die Obdachlosenfrage besondere Sorge gemacht. Sie löste sich in der Praxis im Wege der Selbsthilfe durch Unterbringung obdachlos gewordener bei Verwandten und Bekannten beinahe von selbst.
WS

Vorbereitende Maßnahmen der Stadtverwaltung zur Sicherung von Wertgegenstände im Notfalle

Bei den immer größer werdenden Spannungen am politischen Himmel wurde jedem Einsichtigen bald klar, dass das nat. soz. Regime eine harte Auseinandersetzung vor allem mit Frankreich und England systematisch betrieb.

Es war daher angebracht rechtzeitig Vorsorge zur Sicherung wertvoller Gegenstände  für den Fall eines Krieges zu treffen. Zu diesem Zweck wurde im Jahr 1938 für die städtische “Verwaltungsspitze” der ehemals der Sparkasse dienende feuer- und diebessichere großräumige Tresor im Rathausflügel Wilhelmstraße als Befehlszentrale der städtischen Verwaltung  eingerichtet für den Fall, dass bei einer weitgehenden Beschädigung des Rathauses  eine ordnungsgemäße Führung der städtischen Verwaltung nicht mehr gewährleistet war. Der unterirdisch angelegte Tresor als auch als Bombensicher. Er erhielt zusätzlich einen Notausgang, um gegebenenfalls aus dem Gefängnis herauszukommen, wenn sich die eigentliche Tür einmal nicht von innen öffnen  ließe. In diesem Verließ brachten wir in erster Linie das wertvoll Tafelsilber der Stadt unter, dass bei etlichen Anlässen als Tafeldekoration diente.  Wir brachten auch darüber hinaus die für Notfälle geschaffenen Vorräte an Wolldecken und den großen Bestand an Gegenständen für Bedarf der außerhalb Kassels zur Versorgung der Bevölkerung eingerichteten Großküchen in dm Gewölbe unter der Erde in Sicherheit.
Auch Eigentum von Lahmeyer und die Wäscheaussteuer für meine Tochter fanden hier eine sichere Bleibe. Weitere Vorsorgemaßnahmen galten der sicheren Unterbringung des sehr wertvollen Instrumentariums unseres Konservatoriums. Die Musikinstrumente wurden in der Hauptsache in Hoof und Breitenbach nach Benehmen mit den Bürgermeistern diebessicher ausgelagert.
Sie sind ausnahmslos nach dem Krieg wieder in den Besitz der Stadt zurückgekommen. Die Bilder der städtischen Galerie waren sicher im Bunker der Eisenbahndirektion in der Kölnischen Allee .Einmal jedoch drohte dem Rathaustresor Gefahr. Italienische Kriegsgefangene hatten spitz gekriegt, dass wertvolle Sachen dort lagerten. Sie hatten versucht, die mit Kunstschloss versehenen Tresortür zu öffnen. Wir hatten gerade noch Zeit die wertvollen Sachen vor ihrem Eindringen in den Bunker in Sicherheit zu bringen.
WS

Streifzüge durch Weinberg, Auehang und Südstadt

mit Auszügen aus Kriegstagebüchern Kasseler Soldaten

Sonderpreis solange der Vorrat reicht - Bestellung beim Autor

Heinz Körner                                    Tel 0561 493001    E-Mail: heinz.e.koerner@t-online.de

Beethovenstraße 3

34121 Kassel

Sehr geehrte Damen und Herren!
Nach drei Jahren Arbeit ist es soweit, das Buch
"Streifzüge durch Weinberg, Auehang und Südstadt" mit Feldpostbriefen aus dem Ersten Weltkrieg" kann vorgestellt werden.

Kaufpreis: 28.80 € , 420 Seiten, farbig , fester Einband. Ab sofort, auch beim Autor:

E-Mail heinz.e.koerner@t-online.de

Tel 0561 493001

Versand zusätzlich 4,80 €

Heinz Körner  - Südstadtbuchverlag                             
Beethovenstraße 3                                                      E-Mail: info@hek-kassel.de
34121 Kassel                                                              Tel 0561 493001
Schriftsteller /Buchverlag                                           mobil 0172 56 49301
Steuernummer: 025 837 01719
 
                                                                              Kassel, den 28.4.2015


Buchvorstellung und einige Erklärungen zu den Kapiteln.
Offizielle Buchvorstellung am 7. Mai, Buchhandlung Vietor, 18.00Uhr, Ständeplatz 17 mit Stadträtin Brigitte Bergholter.

„STREIFZÜGE DURCH WEINBERG; AUEHANG UND SÜDSTADT“ mit Auszüge aus Kriegstagebüchern, Feldpostbriefen u.a.. Der Kaufpreis des Buches :  38.80 €.

Aus dem Inhalt:

Kapitel: „100 Jahre Beginn Erster Weltkrieg“

1. Die Kasseler Soldaten, den vielen Gefallenen ein Gesicht, eine Familie, eine Persönlichkeit zu geben!
Freimütige Berichte sind in den Kriegstagebüchern enthalten!
2. Porträts von Kriegsfreiwilligen zu zeigen, die Jugendlichkeit, aber auch die Leichtigkeit im Umgang mit dem Tod und den folgenden Schmerz;
3. Der brutaler Vormarsch durch Luxemburg, besonders durch Belgien und Nordfrankreich;
4. Die Tragödien der Zivilbevölkerung, der mutmaßlichen Saboteure und der Flüchtlinge in Belgien,
       Frankreich, Polen oder in Serbien und die grausamen Morde an Ihnen;
5. Das Verhalten vieler Soldaten nach dem Krieg, im Einsatz bei den Freikorps, um den zivilen Chaos zu
       entrinnen. Die Sehnsucht nach Ruhe und Ordnung und nach einem starken Führer.
Die Folgen des Ersten Weltkriegs
6. Der unaufhaltsame Aufstieg Hitlers;
7. Der Wunsch nach Revanche trotz 2 Millionen toter Soldaten und 9 Millionen Verstümmelter.
8. Politische Morde und Destabilität, Ziel Beseitigung der Republik und Verfassung.

Teil 2: Der Untergang Kassels – Der historische Weinberg
Hier wird ein Bogen geschlagen vom Kriegsgeschehen auf den Schlachtfeldern Belgiens, Frankreich, Polen, Serbien und Tirol. Die Zerstörung von Städten, Dörfern und Landschaften.
Der Krieg kommt 25 Jahre später nach Deutschland und Kassel und endet 1945 mit totaler Zerstörung, Not und Elend.

Im ersten Weinbergbuch habe ich den Aufbau der Weinanbaugebietes gezeigt als Villenstandort und Henschelbesitz, als Freizeit- und Bierkeller- Standorts, während jetzt die Zerstörung des Viertels gezeigt wird und dessen Wiederaufbaus.

Was blieb erhalten, Spurensuche!
Spaziergänge durch die Weinbergstraßen; Friedrichsgymnasium, Sepulkralmuseum, Elisabethkrankenhaus und die „GrimmWelt“ mit bestechender Architektur.
- Henschel und die Weinbergterrassen;
- die Weinbergstraßen heute und gestern,
- die erhaltene Architektur oder der veränderte Wiederaufbau
- Jugendstil oder Historismus von der Friedrichstraße, Pfannkuchstraße zum Philosophenweg!



Was blieb unzerstört:
Wenige Häuser. Ich erinnere hier nur an die Terrasse 1 und  an die  Humboldtstraße 1a und 4 – 8 wurden verändert aufgebaut wie in der Amalienstraße.
Im Mittelpunkt steht das „Mahnmal für die Verfolgten und Vernichteten“ im Fürstengarten und der Weinbergbunker mit Weinbergterrassen, Gestaltung des Weinbergparks mit dem neuen Grimm Museum der „GrimmWelt“ am Standort der ersten Henschelvilla als Ort für die gesamte Stadtgesellschaft und hervorragende Ergänzung zur Museumsmeile.
Hier habe ich 2007 mein Weinbergbuch vorgestellt bzw unser OB und ich habe gesagt:
Ich möchte noch erleben, dass ich auf der Terrasse des Museums stehe und den Blick über die Südstadt nach der Söhre und Wilhelmshöhe bewundern kann.
Am 4. September ist es soweit, die Treppe zum Dach ist zu begehen.


Im 3. Teil steht der Auehang im Fokus

1945 total zerstört, dann verschüttet und zur Bundesgartenschau 1955 wieder aufgebaut.
Diese Situation wird durch Bilder und Berichte dokumentiert, wobei ich auch auf das Parkpflegewerk zurückgreifen konnte.
- die Hofbleiche,
- die Kleine Fulda
- Beseitigung des Trümmerhangs durch Kassels verpflichteter Bürger.
Im Buch zeige ich den Einsatz der Schüler des RG I, Kölnische Straße. Entwicklungsstufen, Sichtschneisen und immer wieder der Rosengarten. Die Beschreibungen und Bilder sollen zu Spaziergänge anregen,
Der Hessenlöwe wird ebenso behandelt wie umfangreich das Ehrenmal mit Erinnerungen an die große Garnison Kassel, an die Kasseler Regimenter und den Schicksalen der Weltkriegssoldaten.

Zum Abschluss auch hier die Veränderungen des Stadtbildes mit Gerichtsgebäuden, AOK,
Friedrichsplatz, Elisabethkirche, Staatstheater und Diarahmen mit Gustav-Mahler-Treppe.
Zum Schluss geht es über die Voraue, Hessenkampfbahn zum RP und über den neuen
Fußgänger- und Radweg zum Renthof und vom Rondell erhalten wir einen schönen Blick über die Karl-Branner-Brücke zur Unteren Neustadt und zur Drahtbrücke.

Die 150jährige Südstadt
Beginnt mit dem Plan der Carlsaue,
Vom Gartengelände zum Frankfurter-Tor-Viertel (1740 – 1945),
Bericht einer Südstadtfamilie im Ersten Weltkrieg, Erlebnisse und Tragödien.
Bomber über das Frankfurter – Tor – Viertel!
Zerstörung und Wiederaufbau.
Berichte von Bewohnern des Viertels über Teilnahme am Ersten Weltkrieg, Erlebnisse als Jugendlicher bei den Reichskriegertagen und im Weinbergbunker. Ende des II. Weltkrieges in Kassel am 4.April 1945 am Weinberg , Provisorien und Wiederaufbau eines neuen Stadtteils mit neuem Namen KASSEL SÜD. Schlicht und einfach Kassel Süd, seit 2003 die Aufwertung zu Kassel Südstadt, sicher auch eine Folge der Aufarbeitung der historischen Entwicklung.

Die moderne Südstadt
2015 zeigt sich ein neues, modernes Vorstadtviertel von hoher Wohnqualität, Uni-Standort, Sport- und Feizeitzentrum, fünf Kleingartenanlagen, Schulen und Kindergärten und immer im Mittelpunkt steht die Karlsaue, Park Schönfeld und die Fulda, so ist die Südstadt auch eine Stadt am Fluss.
Es gibt noch viel zu erzählen und zu Berichten, aber nehmen wir das Buch als Anlass weiter über die Schönheit der Stadt nachzudenken, nachzuempfinden.

Ich lade zu zu Streifzügen durch Weinberg, Auehang und Südstadt ein und zu einigen Lesungen im Sommer und Herbst.
Mit den besten Grüßen
Heinz Körner

Konto: Kasseler Sparkasse, IBAN: DE50  5205 0353 0201 0022 47
BIC : HELADEF1KAS

Das Buch beinhaltet auch Inhalte der  Ausstellung zur 1 100 Jahr Feier der Stadt "Kassel als Garnisonsstandort" und "100 Jahre Beginn Erster Weltkrieg", wobei im Buch fünf Auszüge aus Kriegstagebüchern veröffentlicht werden, wo besonders das Schicksal Rudolf Grubers, Frankfurter Straße 94 (1898-1960) für die Südstadt  vorgestellt und von seiner Tochter, Erika Ritschel, dargestellt wird. Es wird versucht einen Bogen von 1900 bis 2015 zu schlagen, den Ersten Weltkrieg, den Zweiten Weltkrieg und Zerstörung und Wiederaufbau nach 1945 zu verbinden mit dem Ziel, den Aufbau einer neuen modernen Stadt 2015 vorzustellen.

Auch die Zerstörung des Auehangs und die Sanierung 1955 wird mit dem Schwerpunkt Ehrenmal behandelt. Hier kommt es mir darauf an den Weltkriegssoldaten 1914-1918  (Kriegern) ein Gesicht, eine Familie zu geben und die Leiden dieser jungen Menschen zu gedenken. Die Ehrentafel in der Anlage sind unpersönlich und zum Teil nicht mehr zu lesen. Eine Gedenkkultur hat sich in Kassel nicht entwickelt. Die Schönheit des Rosenhangs und das Wäldchen im Hang und der Lauf der Kleinen Fulda entschädigt für die Nichtbegehbarkeit des Ehrenmals, wo auch noch eine Hinweistafel fehlt, was und an wen dieses Ehrenmal erinnern soll.

In den Abschnitten Weinberg und Südstadt wird zu Spaziergängen  (Streifzügen) durch die Wohnstraßen aufgefordert: Was ist erhalten geblieben? Welche Architektur ist zu sehen und wie ist die „GrimmWelt“ vorangeschritten? Hier wird deutlich, dass das Gebäude sich dem Felsen anpasst oder sogar die Weinbergstruktur verdeutlich: Das Gebäude bildet eine Einheit mit dem Berg. Aber für das Mahnmal im Fürstengarten gilt dasselbe wie für das Ehrenmal im Auehang. Mahnmale, die geschlossen und schwer zugänglich sind. Der Autor fragt zum Schluß: Was wird aus dem Weinbergbunker? Kann dieser nicht für eine bessere, bürgernahe Mahn- und Gedenkkultur einen Platz/Anstoß geben?

Viele Fragen bleiben sicher offen. Das Buch soll zu Spaziergängen oder wie ich tituliert habe zu „Streifzügen“ einladen, auf Spurensuche gehen und die Geschichte in Erinnerung rufen. Wer denkt schon daran, wenn man durch die Wohnstraßen geht, welche Wunden der Bombenkrieg Kassel geschlagen hat. An den Häusern oder Wiederaufbauten erkennt man die Zerstörung und die Veränderung überall, man muss sie nur wahrnehmen wollen.

Die letzten Seiten des Buches zeigen die Schönheit der südlichen Stadtbezirke vom Friedrichsplatz bis Niederzwehren, von der Karlsaue bis Wehlheiden und stellen Kassel als MODERNE und mit der documenta und Weltkulturerbe als weltoffene Stadt dar, die schon wieder  über 190.000 Einwohner zählt.
Bei der Eröffnung der GrimmWelt wird es sich zeigen, ob die Stadt ihre Rolle im 21, Jh. gefunden hat.

Heinz Körner

Weihnachten wieder daheim!


Kapitel: „100 Jahre Beginn Erster Weltkrieg“

1. Die Kasseler Soldaten, den vielen Gefallenen
ein Gesicht, eine Familie, eine Persönlichkeit zu geben!
Freimütige Berichte sind in den Kriegstagebüchern enthalten!
2. Porträts von Kriegsfreiwilligen zu zeigen, die Jugendlichkeit,
aber auch die Leichtigkeit im Umgang mit dem Tod und den
folgenden Schmerz;
3. Der brutaler Vormarsch durch Luxemburg, besonders durch
      Belgien und Nordfrankreich;
4.   Die Tragödien der Zivilbevölkerung, der mutmaßlichen Saboteure
            und der Flüchtlinge in Belgien, Frankreich, Polen und Serbien,
            die grausamen Morde an Ihnen;
5.   Das Verhalten vieler Soldaten nach dem Krieg, im Einsatz bei den Freikorps,
um den zivilen Chaos zu entrinnen. Die Sehnsucht nach Ruhe und Ordnung
und nach einem starken Führer.
6. Das Versagen der jungen Republik,
7. Der unaufhaltsame Aufstieg Hitlers;
8. Der Wunsch nach Revanche trotz 2 Millionen toter Soldaten
      und 9 Millionen Verstümmelter.



Teil 2: Der Untergang Kassels – Der historische Weinberg

Hier wird ein Bogen geschlagen vom Kriegsgeschehen auf den
Schlachtfeldern Belgiens, Frankreich, Polen, Serbien und Tirol.
Die Zerstörung von Städten, Dörfern und Landschaften.

Der Krieg kommt 25 Jahre später nach Deutschland und Kassel und endet
1945 mit totaler Zerstörung, Not und Elend.

Im ersten Weinbergbuch habe ich den Aufbau der Weinanbaugebietes gezeigt als
Villenstandort und Henschelbesitz, als Freizeit- und Bierkeller- Standorts,
während jetzt die Zerstörung des Viertels gezeigt wird und dessen Wiederaufbaus.

Was blieb erhalten?
Spaziergänge durch die Weinbergstraßen;
Friedrichsgymnasium, Sepulkralmuseum, Elisabethkrankenhaus und die „GrimmWelt“
mit bestechender Architektur.

- Henschel und die Weinbergterrassen;

- die Weinbergstraßen heute und gestern,
- die erhaltene Architektur oder der veränderte Wiederaufbau
- Jugendstil oder Historismus von der Friedrichstraße, Pfannkuchstraße zum 
  Philosophenweg!

Was blieb unzerstört: Wenige Häuser. Ich erinnere hier nur an die Terrasse 1 und
 Humboldtstraße 1a und 4 – 8 verändert aufgebaut wie in der Amalienstraße.
Im Mittelpunkt steht das „Mahnmal für die Verfolgten und Vernichteten“ im Fürstengarten
und der Weinbergbunker mit Weinbergterrassen, Gestaltung des Weinbergparks mit dem
neuen Grimm Museum der „GrimmWelt“ am Standort der ersten Henschelvilla als Ort für die gesamte Stadtgesellschaft und hervorragende Ergänzung zur Museumsmeile.
Hier habe ich 2007 mein Weinbergbuch vorgestellt bzw unser OB und ich habe gesagt:
Ich möchte noch erleben, dass ich auf der Terrasse des Museums stehe und den Blick über die Südstadt nach der Söhre und Wilhelmshöhe bewundern kann.
Am 4. September ist es soweit, die Treppe zum Dach ist zu begehen.

Im 3. Teil steht der Auehang im Fokus

1945 total zerstört, dann verschüttet und zur Bundesgartenschau 1955 wieder aufgebaut.
Diese Situation wird durch Bilder und Berichte dokumentiert, wobei ich auch auf das Parkpflegewerk zurückgreifen konnte.
die Hofbleiche,
die Kleine Fulda
Beseitigung des Trümmerhangs durch Kassels verpflichteter Bürger,
Im Buch zeige ich den Einsatz der Schüler des RG I, Kölnische Straße.
Entwicklungsstufen , Sichtschneisen und immer wieder der Rosengarten
Die Beschreibungen und Bilder sollen zu Spaziergänge anregen,
Der Hessenlöwe wird ebenso behandelt wie umfangreich das Ehrenmal

mit Erinnerungen an die große Garnison Kassel,

an die Kasseler Regimenter
und den Schicksalen der Weltkriegssoldaten.

Zum Abschluss auch hier die Veränderungen des Stadtbildes mit Gerichtsgebäuden, AOK,
Friedrichsplatz, Elisabethkirche, Staatstheater und Diarahmen mit Gustav-Mahler-Treppe
Zum Schluss geht es über die Voraue, Hessenkampfbahn zum RP und über den neuen
Fußgänger- und Radweg zum Renthof und vom Rondell erhalten wir einen schönen Blick über die Karl-Branner-Brücke zur Unteres Neustadt und zur Drahtbrücke.

Die 150jährige Südstadt
Beginnt mit dem Plan der Carlsaue,
Vom Gartengelände zum Frankfurter-Tor-Viertel (1740 – 1945)
Zerstörung und Wiederaufbau
Berichte von Bewohnern des Viertels über Teilnahme am Ersten Weltkrieg,
Erlebnisse als Jugendlicher bei den Reichskriegertagen und im Weinbergbunker.
Ende des II. Weltkrieges in Kassel am 4.April 1945 am Weinberg
Provisorien und Wiederaufbau eines neuen Stadtteils mit neuem Namen
Schlicht und einfach Kassel Süd., seit 2003 die Aufwertung zu Kassel Südstadt

Der Bau der Auefeldsiedlung 1955 - Aufbau eines neuen Stadtteils!

2015 zeigt sich ein neues, modernes Vorstadtviertel von hoher Wohnqualität,
Uni-Standort, Sport- und Feizeitzentrum, fünf Kleingartenanlagen,
Schulen und Kindergärten
Im Mittelpunkt steht die Carlsaue, Park Schönfeld und die Fulda,
so ist die Südstadt auch eine Stadt am Fluss.

Es gibt noch viel zu erzählen und zu Berichten, aber nehmen wir das Buch als Anlass
weiter über die Schönheit der Stadt nachzudenken, nachzuempfinden. Ich lade zu zu Streifzügen durch Weinberg, Auehang und Südstadt ein.
 
Heinz Körner